Das Schamanentum - eine uralte Lebensweise in unserer modernen Welt
Das Schamanentum ist weit mehr als eine spirituelle Praxis – es ist eine Lebenshaltung. Es bedeutet, schamanisches Bewusstsein in unser tägliches Dasein zu integrieren und die Verbindung zu uns selbst, zur Natur und zur geistigen Welt bewusst zu leben.
Unsere Welt: ist schnell, immer wieder neu, sehr flüchtig, im Außen bewegt sich soviel und manchmal kommt man gar nicht mehr mit, sie hat ein hohes Tempo.
Das Schamanentum: ist alt, beständig, verstehbar, fühlbar, man kann sich auf sich selber besinnen, geht im eigenen Tempo, man kann selber etwas tun - nur für sich - aber auch für andere.
Seine Wurzeln reichen tausende Jahre zurück. Es gibt Hinweise darauf, dass schamanische Praktiken bereits vor über 40.000 Jahren existierten. In unterschiedlichsten Kulturen auf der ganzen Welt finden sich ähnliche Traditionen – von Sibirien über Nord- und Südamerika bis hin zu Afrika, Australien, der Monogolei und Neuseeland.
Der Begriff „Schamane“ leitet sich vom Wort „Saman“ ab, was so viel bedeutet wie „der Wissende“. Gemeint ist damit ein Mensch, der Zugang zu besonderem Wissen und tiefer Erkenntnis hat.
Verbindung zur Natur und zur geistigen Welt
Im Kern des Schamanentums steht die tiefe Verbindung zur natürlichen und spirituellen Welt. Es geht darum, mit den Kräften der Natur, den Ahnen und geistigen Ebenen in Kontakt zu treten, um Heilung, Balance und Weisheit zu erfahren.
Auch in unserer westlichen Welt kann dieser Weg gelebt werden – angepasst an unsere Lebensrealität, an unsere Naturkräfte und mit unseren individuellen Fähigkeiten und Stärken. Das Schamanentum ist frei von Dogmen und lädt dazu ein, den eigenen Zugang zu Spiritualität zu finden.
Schamanische Energiearbeit bedeutet, bewusst mit den Energien zu arbeiten die uns umgeben: mit den Elementen, den Rhythmen der Natur und den feinstofflichen Kräften, die unser Leben durchziehen.
Die beseelte Natur – alles ist mit allem verbunden
Im schamanischen Verständnis ist die Natur lebendig und beseelt. Jeder Teil von ihr – Pflanzen, Tiere, Steine, Berge, Flüsse oder Quellen – ist von eigenen Kräften und geistigen Wesen durchdrungen.
Diese Kräfte können als Energien oder als Geistwesen wahrgenommen werden. Die Beziehung zu ihnen ist geprägt von Respekt, Achtsamkeit und einem tiefen Bewusstsein für Verbundenheit.
Schamanisch zu leben bedeutet daher auch
- der Natur mit Achtung zu begegnen
- achtsam mit Lebensmitteln - unserem Essen umzugehen - das Tierwohl zu (be)achten
- das Wesen einer Pflanze oder eines Ortes zu würdigen
- bewusst in Beziehung zu treten – selbst mit einem Stein, den man aus dem Wald mitnimmt
Die Natur wird als heilig betrachtet – als Ausdruck des Göttlichen in seiner sichtbaren Form.
Wege der Verbindung: Rituale und Praktiken
Um mit der geistigen Welt und den Kräften der Natur zu kommunizieren, nutzen Schamanen unterschiedliche Methoden:
- Rituelle Tänze und Gesänge
- Trommelreisen und Trancezustände
- Meditation und Visionssuche
- Arbeit mit Kräutern und natürlichen Substanzen
Diese Praktiken helfen dabei, Zugang zu tieferen Bewusstseinsebenen zu finden und die Verbindung zwischen den Welten zu stärken. Schamanen verstehen sich dabei oft auch als Hüter der Natur. Sie setzen sich für den Schutz der Umwelt und die Bewahrung heiliger Orte ein.
Die Seele im schamanischen Verständnis
Im Zentrum des schamanischen Weltbildes steht die Seele. Jeder Mensch besitzt eine Seele, die über den Tod hinaus existiert und als verbindende Kraft zwischen Körper und geistiger Welt wirkt.
Nach schamanischer Sicht kann es geschehen, dass sich Seelenanteile durch Trauma, Krankheit oder belastende Erfahrungen abspalten – als Schutzmechanismus der Seele.
Schamanische Praktiken wie:
- Trommelzeremonien
- Schamanische Reisen
- Rituale zur Seelenrückholung
unterstützen dabei, diese verlorenen Anteile wieder zu integrieren und das innere Gleichgewicht wiederherzustellen. Die Pflege der Seele ist daher essenziell für Gesundheit, Lebenskraft und Wohlbefinden.
Die Rolle der Schamanen in Gemeinschaften
Ursprünglich hatten Schamanen und Heiler eine zentrale Rolle innerhalb ihrer Gemeinschaften, ihrer Sippe. Sie waren Vermittler zwischen der sichtbaren und unsichtbaren Welt.
Ihre Aufgaben umfassten:
- Heilung von Krankheiten
- spirituelle Beratung
- Durchführung von Ritualen und Zeremonien
- Begleitung in Krisen und Übergangsphasen
Krankheit wurde dabei oft als Ausdruck eines spirituellen Ungleichgewichts verstanden. Ein bekanntes Beispiel für eine Heilzeremonie ist die Schwitzhütte, die symbolisch den Bauch von Mutter Erde darstellt – ein Ort der Reinigung, Rückverbindung und Neugeburt.
Schamanentum als Weg der Achtsamkeit
Schamanisches Leben bedeutet, sich als Teil eines größeren Ganzen zu begreifen. Es lädt dazu ein, bewusster, verbundener und respektvoller durchs Leben zu gehen – im Einklang mit sich selbst, mit anderen und mit der Natur. Es ist ein Weg zurück zur Essenz.
Es freut mich, dass du meinen Blogartikel gelesen hast. Lasse mir gerne einen Kommentar da, ich freue mich darüber.
Herzlichst Andrea