Da wir in einer dualen Welt leben muss es beides geben, Licht- und Schatten, die Liebe wie den Hass, die Freundlichkeit wie die Boshaftigkeit, die Macht wie die Ohnmacht. So wie Ebbe und Flut, Tag und Nacht ... das Eine wäre nichts ohne das Andere. Im Grunde geht es um Akzeptanz und Integration der Anteile in uns. Weshalb ist das Eine so groß und dominant, das Andere so klein und unsichtbar? Nun ja, weil wir eine Vergangenheit haben, die uns geprägt hat.
Schatten sind Anteile unserer Persönlichkeit, also Persönlichkeitsanteile, die man an sich nicht so gerne mag, also unsere negativen Seiten, die jeder von uns hat.
Ablehnung, Angst, Jähzorn, Aggression, Hass, Neid, Kritik, Geiz, Eifersucht ...
Wir verdrängen sie, sie sind uns oft bewusst und manchmal auch nicht bewusst. Präsentiert werden sie uns dann im Aussen durch andere Menschen die uns triggern -
also eine Emotion in uns auslösen.
Sie zeigen sich in unseren Aussagen und auch in unseren Gedanken, indem wir über andere Menschen urteilen, sie herabsetzen oder ablehnen. Insofern lehnen wir damit auch den Teil in uns ab den wir bei anderen sehen. Denn sonst würde uns das gar nicht berühren oder ärgern.
Schattenarbeit heisst nicht, dass es zur Gänze weg ist, sondern, dass es sich abschwächt und uns nicht mehr so sehr beeinflusst. Es wird uns nicht alles egal sein,
wir werden dennoch berührt sein und wir haben Gefühle die sich zeigen. Das wird immer sein, denn was wären wir ohne unsere Gefühle? Nur wenn wir bei anderen Menschen anecken oder es uns
selbst so belastet, braucht es vielleicht doch einen anderen Umgang und ein hinsehen zu dem was ist. Oftmals hat es nichts mit der heutigen Situation oder dem anderen Menschen zu tun, sondern es
ist etwas Vergangenes. Und manchmal hat es gar nichts mit uns zu tun, sondern das Thema liegt beim Gegenüber. Ändern oder etwas verändern, können wir nur bei uns, den anderen zu ändern
funktioniert nicht.
Hier ein paar Beispiele
Natürlich hat jeder auch lichtvolle Anteile seiner Persönlichkeit die er gerne mag, also die positiven Seiten wie Freundlichkeit, Dankbarkeit, Liebe, Empathie, Hilfsbereitschaft ... Hier braucht es an sich keine Arbeit, ausser dieser Anteil ist sehr auffällig, dominant und einfach viel zu viel. Ja auch das gibt es. Dessen Akzeptanz ist natürlich trotz allem ungleich grösser als der des Schattenanteils. Hilfsbereitschaft ist an sich eine gute Eigenschaft, aber wenn sie so groß ist, dass man sich nicht mehr abgrenzen kann und man ausgenutzt wird, dann darf man auch da mal hinschauen.
1. Im Dämonen - Schattenprozess widmen wir uns einem deiner Anteile
2. In der Licht und Schattenaufstellung (ohne Personen)
Integriert werden die Schattenanteile, den sie sind diejenigen die zu fühlen man vermeidet. Manchmal wird auch ein lichtvoller Anteil als Schatten wahrgenommen, der dann Akzeptanz und Integration braucht.